Muhammara – Paprika Walnuss Dip

Ich war neulich mal wieder in dem türkischen Supermarkt um die Ecke, um für ein leckeres Gericht (es waren die Lammhackspieße von bushcook die ich weiterempfehlen kann, leider habe ich keine Fotos davon gemacht) frisches Lammhack zu kaufen, als mir aus den Augenwinkeln Granatapfelsirup auffiel. Warte, Granatapfelsirup? Da habe ich doch neulich etwas gelesen, was ich unbedingt nachkochen wollte! Ja, genau, Muhammara, einen orientalischen Paprika-Walnuss Dip. Ich war gleich Feuer und Flamme gewesen, als ich bei Kamafoodra  Muhammara entdeckte. Geröstete Paprika sind ja ohnehin schon Bombe – siehe meine Pasta damit – und dann auch noch Walnüsse, musste sofort nachgekocht werden. Also schnell eingekauft, den Rest auch besorgt und nachgekocht. Und es hat sich gelohnt! Muhammara schmeckt wahnsinnig gut – der leicht verbrannte Geschmack der Paprika mit den erdigen Walnüssen, dem leicht sauren Granatapfel. Was für eine Kombination! Unbedingt nachkochen! Zu den Lammhackspießen war es schon sehr lecker, aber noch besser war es auf einem dunklem Ciabatta, als Baguette mit Schinken und Tomaten. Wunderbar!

Muhammara

Muhammara (1 kleines Salatschälchen voll)

4 rote Spitzpaprika
2 Scheiben altes Brot
50 g Walnüsse
1 Knoblauchzehen
2 Tl Harissa oder Chilipaste oder etwas Chayennepfeffer, je nach Schärfegeschmack
2 Tl Granatapfelsirup
1 Spritzer Zitronensaft
1 Tl gemahlener Kreuzkümmel

50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Paprika halbieren, entkernen und im Backofen bei 200-250 Grad rösten, bis sie schwarz werden, ca. eine halbe Stunde dürfte das dauern. Dann herausnehmen und in Folie wickeln. Abkühlen lassen, danach Haut von der Paprika trennen. Ist etwas fieselig. Nüsse anrösten, restliche Zutaten zusammen mit den Paprika gut durchmixen. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Chayenne.

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Mubattan Kusha – Kartoffel-Hackfleisch-Gratin

Dieses Rezept habe ich bei Robert von lamiacucina gefunden und es hat gleich meine Aufmerksamkeit erregt. Die Verbindung von Hack mit Zimt, Petersilie und Kartoffel klingt wunderbar – und so schmeckt sie auch. Der feine Zimtgeschmack zieht sich durch das gesamte Gratin und ist schon vor dem ersten Bissen ein Garant für Wasser im Mund. Im Gegensatz zum originalen Rezept (wohl zu finden bei libyan food) habe ich aber die Schicht aus Brotkrümeln ganz oben durch profanen Käse ersetzt – ich mag die lockeren Krümel auf einem Gratin einfach nicht. Durch meine Version wird das Gratin etwas schwerer – aber hey: gegen eine knuspriger Käsekruste kann man sonst nicht viel sagen.

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Zutaten (3 Personen)

ca. 600 g Kartoffeln, festkochend
1 Zwiebel
500 g Rindshackfleisch
1 El. Tomatenmark
1 Bund gehackte Petersilie
1 Tl. Zimtpulver
1 Tl. Mehl
3 Eier
2 El. fein gehackter Dill
50 ml Milch
Salz, Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel, Paprika, Butter
200 g Käse (Gouda, Edamer)

Zubereitung

Kartoffeln schälen und in dicke Scheiben schneiden. Mit Olivenöl einreiben, salzen, auf ein Backpapier legen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad backen, für ca. 10 – 15 Minuten, bis sie beginnen, goldbraun zu werden.

In der Zwischenzeit Hackfleisch mit Zwiebeln anbraten, mit Tomatenmark, Zimt, Pfeffer, Salz, Paprika und Kreuzkümmel würzen. Die Hälfte der Petersilie fein hacken und untermischen, sobald alles fertig und vom Herd ist.

Eine Auflaufform buttern. Ein bis zwei dichte Schichten Kartoffeln unten auslegen, je nach Größe der Form. Eier aufschlagen, mit etwas Milch mischen, schaumig rühren, salzen und pfeffern, andere Hälfte der Petersilie und etwas Dill untermischen. Ein Drittel der Eimasse auf den Kartoffeln verteilen.

Fleisch auf die Kartoffeln geben, gut andrücken, ein paar Butterflocken darauf verteilen. Dann den Rest der Kartoffeln auf das Fleisch geben, sodass alles gut bedeckt ist. Jetzt die restliche Eimasse darüber geben. Mit Käse bestreuen und in der Ofenmitte des auf 190°C vorgeheizten Ofens etwa 20-25 Minuten backen.