Pasta mit geröstetem Paprika-Pesto

Geröstete Paprika haben ein wunderbares Aroma – sie schmecken irgendwie verbrannt und irgendwie auch nicht. Sie balancieren gekonnt auf dem Grat zwischen stark geröstet und stark verkohlt. Die Hälfte der Geschmacksnerven im Mund schreit „lecker!“ und die andere Hälfte möchte die erste erwürgen, weil sie sie für völlig bekloppt hält.
Paprika selbst zu rösten ist sehr einfach – man braucht nur Mut zur Schwärze. Je schwärzer sie werden, desto besser. Als wären sie beim Morgenkaffee in die Lehre gegangen. Dann noch ein paar Pinienkerne, etwas Creme Fraiche für die Sämigkeit – und fast ist das Paprikapesto fertig. Achja: Keine grünen Paprika dafür verwenden, sie machen das Pesto bitter und äußerst unansehnlich.

Paprikapesto

Zutaten (2-3 Personen)

400 – 500 g Pasta (Spaghetti)
3 Paprika (rot, gelb oder orange)
3 El geröstete Pinienkerne
2 El Olivenöl
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 El Creme fraiche
frischer Parmesan

Zubereitung

Backofen vorheizen. Paprika halbieren, entkernen und bei 220 Grad im Ofen rösten, bis sie schwarz werden (30-35 min). Und mit schwarz meine ich richtig schwarz, flächendeckend, nicht nur so ein paar schwarze Kräusel hier und da! Danach in Folie einwickeln und abkühlen lassen. Dadurch schwitzt die Paprika und die Haut lässt sich leichter lösen. Haut abziehen (ist etwas fieselig) und die Paprika mit gerösteten Pinienkernen pürieren. Jetzt Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in Öl anschwitzen, Paprika und Crème Fraiche hinzugeben, sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gekochten Nudeln vermengen und mit Parmesan garnieren. Wer mag, kann auch Chilis mitanrösten, das macht das ganze noch interessanter – die Chilis sind aber noch schwerer zu häuten als die normalen Paprika.